Wie wollen wir in Zukunft leben? – So nicht!

Ein Kommentar von Sabine S.

Unser Leben wird nie wieder so sein wie vor Corona.“ Dieser Satz von Angela Merkel aus der Zeit, als die ‚neue Normalität‘ postuliert wurde, geht mir immer wieder durch den Kopf. Das war Mitte Mai. Wie kam die Kanzlerin Mitte Mai dazu, zu sagen, dass wir nie mehr zu unserem alten Leben zurückkehren würden? So schnell! Kaum zwei Monate nachdem die Pandemie begonnen hatte. Wo blieb zu diesem Zeitpunkt ihr ‚Wir schaffen das!‘ Während die Kinder Regenbogen mit dem Spruch ‚Alles wird gut‘ in die Fenster hängten, gab die Kanzlerin das Leben, das für die Bevölkerung normal gewesen war, auf. War das ihre Idee? Den Begriff ‚neue Normalität‘ findet man immerhin nicht nur in Deutschland und Europa. Schaut man in die internationale Presse, wird er sowohl in Südamerika und Russland als auch in Australien verwendet. Für mich ist auch dieser Satz Ausdruck dafür, dass die Pandemie inszeniert wurde.

Schließlich gab es auf den Internet-Seiten von Event201, der im Oktober 2019 stattfand und zufällig eine „Corona-Pandemie“ mit einer Krankheit „CAPS – Coronavirus Associated Pulmonary Syndrome“ als Planspiel probte, schon das Covid-19-Regiment, in dem u.a. die Beseitigung von ‚Falschinformationen‘ – so nennt man heutzutage andere Meinungen – in den sozialen Medien verlangt wurde.

Woher das Virus auch kommt, das Szenario scheint mir geplant. Schon im Jahr 2010 wurde auf einer Tagung der Rockefeller Foundation eine neue Methode der Szenarien-Planung vorgestellt. Die Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft entwarfen anhand der Gegenpole Anpassungsfähigkeit <-> Starrheit und Starkes Regime <-> Schwaches Regime vier mögliche Szenarien, wie sich die Welt weiterentwickeln könnte. Eins davon – und das ist nicht das Beste – kommt mir sehr bekannt vor. Es ist dieses, was wir gerade erleben mit dem Namen „Lock Step“ (Gleichschritt). Ein Virus breitet sich über die Welt aus. Die Regierungen ergreifen restriktive Maßnahmen, die weiterbestehen, nachdem das Virus bereits verschwunden ist. Der Trick in diesem Szenario ist, dass die Menschen in Angst vor dem Virus nach den restriktiven Maßnahmen verlangen. Ist es nicht gerade so, dass Lehrer auf den Masken im Unterricht bestehen? Dass die Mehrheit der Menschen die Maskenpflicht im Supermarkt und in den öffentlichen Verkehrsmitteln befürwortet? Dass Reisende, die in sogenannten Risikogebieten waren, von ihren Mitbürgern als verantwortungslos beschimpft werden, genauso wie Jugendliche, die ihrem natürlichen Bedürfnis zu feiern nachkommen? Die Menschen kontrollieren sich gegenseitig.

Eine Frage stellen sich die Autoren in allen Szenarien: Welche Technologien werden sich in solch einer Situation durchsetzen? Im Lock-Step-Szenario finden sich einige alte Bekannte wieder: Scanner-Technologie am Flughafen, Screening Systeme zur Gesundheitsvorsorge, Videokonferenzsysteme usw. Schon 2010 angedacht und heute weiterentwickelt. Zum Glück wird diesem Szenario nur eine begrenzte Lebensdauer zugesprochen: „Es ist möglich, einige Gesellschaften für eine begrenzte Zeit zu kontrollieren und zu disziplinieren, aber nicht die ganze Welt für immer“, wird GK Bhat, TARU Leading Edge, India, zitiert. Immerhin haben die Regierungen der Welt nun eine begrenzte Zeit zur Verfügung, um in autoritärem Stil einige ihrer Probleme zu lösen.

Als ich im Herbst 2019 von einer einjährigen Weltreise zurückkam, hatte ich das Gefühl, man müsste die Welt anhalten, um diesen Wahnsinn des ‚immer mehr und schneller‚ zu stoppen. In den Ländern, die ich besuchte, beobachtete ich eine riesige Überproduktion von Produkten des Endverbrauchs. Ob in Barcelona, Buenos Aires, Santiago, Busan oder in Irkutsk war ich überwältigt von dem teils identischen und überquellenden Warenangebot. ‚Wer soll das alles kaufen?‘, fragte ich mich. Die Frachtschiffe, auf denen ich fuhr, unablässig um die Welt fahrend und die Produkte verteilend. Nicht nur, aber überwiegend in den europäischen Städten wie z.B. St. Petersburg, Stockholm oder Danzig: Touristenmassen, die den Aufenthalt dort eher zur Qual machen. Und ich habe nur einen kleinen Teil gesehen.

Der Lockdown war in dem Lock Step-Szenario der Rockefeller Foundation nicht vorgesehen, genauso wenig wie in dem Planspiel von Event201. Anfangs, nichtahnend, dass es sich zu einem weltweiten, dauerhaften Ausnahmezustand entwickeln würde, konnte ich das Anhalten der Welt noch genießen. Aber spätestens als Prof. Sucharit Bhakdi in einem Video erklärte, dass es sich um ein Coronavirus handelt, ein Erkältungsvirus, wurde mir schlagartig klar, dass damit die Voraussetzungen gegeben waren, die Welt dauerhaft zu tyrannisieren. Ein Coronavirus verschwindet nicht mehr. Seine Verbreitung nimmt zu, je mehr soziale Kontakte stattfinden (oder alte Umluftanlagen im Einsatz sind). Auf diese Art und Weise ist es möglich, das soziale Leben der Menschen dauerhaft zu kontrollieren und mit persönlichen Einschränkungen wie Maskenpflicht, Reise- und Kontaktbeschränkungen sowohl den Konsum niedrig zu halten als auch die gesellschaftliche Diskussion zu behindern, wenn nicht sogar zum Erliegen zu bringen. Ein geniales Szenario, um von oben herunter die Welt zu verändern, ohne die Betroffenen einzubeziehen.

Wo bleibt da die vielbeschworene Demokratie? „Auch eine Demokratie kann so etwas“, sagte Walter Steinmeier sinngemäß im Interview mit der FAZ zum 1. Mai, bezugnehmend auf den Lockdown in Wuhan.

Meine Akzeptanz für die Maßnahmen sank in dem Maße, wie sich herausstellte, dass die Gefährlichkeit des Virus nicht dem entsprach, wie die Medien es uns verkauften – andere Meinungen diffamierend und unterschlagend. Langsam ändert sich die Darstellung in den Medien ein wenig – vermutlich durch den Einfluss der Großdemonstrationen und durch Umfrageergebnisse, nach denen 30% der Menschen entweder Verständnis für die Demonstrationen haben oder selbst daran teilnehmen würden.

So politisch unbedarft Michael Ballweg, der Organisator der Demonstrationen von Querdenken, auftritt, so sehr unterstütze ich seinen Vorschlag, einen Debattenraum zu eröffnen, der sich über alle politischen Richtungen erstreckt. Er bezieht diese Debatte zunächst mal auf das Grundgesetz, um es dahingehend zu überprüfen, ob es aus heutiger Perspektive ausreicht, zukunftsfähig zu sein. Auf der Kundgebung am 29.8.2020 in Berlin wurden ein paar Diskussionspunkte angesprochen: Aufnahme plebiszitärer Elemente wie Volksabstimmungen oder eine Veränderung des Wahlrechts, das nur direkt gewählte Kandidaten zulässt und damit teilweise das Parteiensystem infrage stellt. Warum nicht über solche Fragen diskutieren? Und bevor ich mich durch ein Kennzahlensystem, das sich an Infektionszahlen orientiert, einschränken lasse, möchte ich mich lieber an einer weltweiten Diskussion der Menschen beteiligen, wie wir in Zukunft auf der Welt leben wollen. Was ist unverzichtbar? Was ist Luxus? Wie soll Demokratie ausgestaltet werden? Ist es Demokratie, wenn einige wenige Menschen über soviel Geld verfügen, dass sie Politiker und ganze Staaten zu ihren Gunsten beeinflussen können? Wie beschränkt man diese Macht?

Diesem ‚Virus‘, der uns hier befallen hat, können wir schlussendlich nur durch einen weltweiten Zusammenschluss aller demokratischen Bewegungen begegnen. Es handelt sich nicht um ein deutsches Problem. Zu sehr ähneln sich Maßnahmen und Sprachregelungen in den Ländern der Welt, zu sehr die angepriesenen Lösungsansätze, die aus der ‚Krise‘ führen sollen, als dass man von nationalem Handeln ausgehen könnte. Welchen Anteil die deutsche Regierung daran hat, dass ein weltweiter Lockdown ausgerufen wurde, kann man nicht wissen. Aber wir können den Umgang der Regierungen mit dem Virus vergleichen. Da gibt es restriktivere und offenere Ansätze. Während die Argentinier fünf Monate das Haus nicht verlassen durften ‒ Lockerungen kamen erst, nachdem es eine Einigung mit dem IWF über den Schuldenabtrag gab (!), kam es in Schweden zu keinem Lockdown. In Frankreich, Spanien und Italien sperrte man die Menschen mit ihren Klimaanlagen ein und wunderte sich, dass die Infektionszahlen nicht sanken. Gerade diese kontraproduktiven Maßnahmen, Menschen zu verbieten, an die frische Luft zu gehen, ihnen zu verbieten, frei zu atmen, weil sie draußen Masken tragen müssen, machen mich doch stutzig. Frische Luft und freies Atmen sind wichtig, um die Virenlast zu reduzieren.

‚So nicht!‘, möchte ich den politischen Eliten unseres Landes zurufen. Wie könnt Ihr es wagen, über Menschen abzulästern, die Eure nicht nachvollziehbaren Maßnahmen kritisieren? Die Welt wird sich verändern, sie muss sich verändern. Aber nicht im Verborgenen gesteuert von den Milliardären dieser Welt, sondern durch einen demokratischen Prozess unter Beteiligung möglichst aller Menschen, die auf dieser Welt leben. Zunächst durch lokale, nationale Diskussionen und Willensbildungsprozesse, die dann auf internationaler Ebene zusammengeführt und ausgetauscht werden sollten.

S. auch:
https://amerika21.de/analyse/242965/kapitalismus-verflechtungen-corona
https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/scenario.html

Event201 WHO: Exercise participants:
Latoya Abbott, Risk Management & Global Senior Director, Occupational Health Services, Marriott International
Sophia Borges, Senior Vice President, UN Foundation
Brad Connett, President, U.S. Medical Group, Henry Schein, Inc.
Chris Elias, President, Global Development division, Bill & Melinda Gates Foundation
Tim Evans, Former Senior Director of Health, World Bank Group
George Gao, Director-General, Chinese Center for Disease Control and Prevention
Avril Haines, Former Deputy Director, Central Intelligence Agency; Former Deputy National Security Advisor
Jane Halton, Board member, ANZ Bank; Former Secretary of Finance & Former Secretary of Health, Australia
Matthew Harrington, Global Chief Operations Officer, Edelman
Martin Knuchel, Head of Crisis, Emergency and Business Continuity Management, Lufthansa Group Airlines
Eduardo Martinez, President, The UPS Foundation
Stephen Redd, Deputy Director, Public Health Service and Implementation Science, US CDC
Hasti Taghi, Vice President & Executive Advisor, NBC Universal Media
Adrian Thomas, Vice President, Global Public Health, Johnson & Johnson
Lavan Thiru, Chief Representative, Monetary Authority of Singapore




Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.