Einsturzgefahr fürs Merkel-Reich

Autor Wolfgang Hübner

Die Zeichen und Signale für das Ende der für Deutschland so katastrophalen Merkelei mehren sich. Und es sind keineswegs nur der totalversagende Selbstversorger Jens Spahn oder die korrupten Maskenprofiteure in der Union, die zu dieser Einschätzung führen. Es ist vielmehr die Kanzlerin selbst, die ihr so lange willfähriges Reich aus Hofschranzen, politischen Opportunisten, gefälligen Kapitalmanagern und noch gefälligeren Massenmedien nicht mehr im Griff hat. Das Lockdown- und Impfchaos, an dem Merkel entscheidenden Anteil hat, sowie das nahende Ende ihrer Amtszeit locken nun auch die Hunde zum öffentlichen Bellen gegen die Kanzlerin, die das vor einiger Zeit noch nicht einmal im Keller gedurft hätten. Es wird jedenfalls titanischer Anstrengungen von politischen PR-Profis bedürfen, um diesen Abwärtstrend auch nur zu stoppen.

Leider kann kein Zweifel daran bestehen, dass selbst ein baldiger Einsturz des Merkel-Reichs für Deutschland viel zu spät kommt, um bleibenden Schaden zu vermeiden. Und es sind auch weder Kräfte noch Persönlichkeiten zu erkennen, die eine kraft- und machtvolle Wende einleiten könnten. Daran wird auch der alte, inzwischen abtrünnig gewordene CDU-Haudegen Jürgen Todenhöfer nichts ändern, der pünktlich zum 80. Geburtstag im November 2020 die CDU verlassen und eine neue Partei mit Namen „Team Todenhöfer“ gegründet hat. In einem aktuellen Text des Politikers macht er Merkel, Söder und Spahn schwere Vorwürfe und beschuldigt sie, am Tod vieler Menschen wegen ihrer „Impffuscherei“ schuldig zu sein.

Todenhöfer berührt in seiner Stellungnahme vor allem jedoch eine offene Wunde der offiziellen deutschen Politik, wenn er schreibt: „Hätten wir zu Russland vernünftige Beziehungen, hätten wir jetzt einen der besten und sichersten Impfstoffe der Welt … Auf Wunsch der USA dämonisieren wir jedoch lieber unseren geografischen Nachbarn Russland.“ In diesem Punkt werden ihm deutsche Patrioten so wenig widersprechen können, wie auch viele weniger patriotische Deutsche ihm zustimmen werden: „Nie hätte ich gedacht, dass man unser Land so schlecht regieren könnte. Die ganze Welt lacht inzwischen über die deutsche Corona-Politik.“

Gefährlicher als das vernichtende Urteil des alten Todenhöfer ist allerdings die Abwendung der Springer-Medien von ihrer vieljährigen Merkel-Treue, die gegenwärtig nur noch vom Kanzlerin-Zentralorgan FAZ konsequent durchgehalten wird. Doch um die Macht von Merkel, Spahn, Söder und Co. tatsächlich zu brechen, bedarf es etlicher Massendemonstrationen wie auch kreativer Protestaktionen gegen die mit der Virusgefahr nur noch ganz fadenscheinig begründbaren Zwangsmaßnahmen und Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten. Die deutliche Veränderung der öffentlichen Stimmung ist jedenfalls alles andere als hinderlich für mehr Bürgermut im Frühling.

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