Merkel lässt jetzt die Inzidenzen mutieren

Autor Wolfgang Hübner

Man sollte die Bundeskanzlerin auf ihrem politischen Lebensweg „Ruinen schaffen ohne Waffen“ nicht unterschätzen. Denn sie lässt sich selbst in bedrängter Lage immer noch etwas einfallen: Schwächelt das Virus und bringt damit CDU-Umfragenwerte ins Wackeln, holen sie und ihre medialen Gefolgsleute die Wunderwaffe „Virusmutanten“ aus dem Angstmachermagazin. Zwar kann noch keiner wissen, wie gefährlich solche Mutanten und ob sie das überhaupt sind. Doch solche Zweifel stören nur bei der Panikerzeugung und sind deshalb zu ignorieren, nötigenfalls auch rechtlich zu verfolgen. Die einige Corona-Nation darf in ihrem tapferen Kampf nicht durch verwerfliche Wehrkraftzersetzung geschwächt werden.

Besser als eine sind aber zwei Wunderwaffen. Deshalb hat die Kanzlerin jetzt die „Inzidenzen“-Kanone auf das immer mürrischer werdende Volk gerichtet. Bedrohlich näher kommt nämlich in vielen Regionen des besten Deutschlands, das es je gab, die sogenannten „Inzidenz 50“. Also die Situation, in der innerhalb einer Woche endlich nur noch maximal 50 Infektionsfälle je 100.000 Einwohner registriert werden. Zwar ist das ein willkürlich politisch gesetzter Wert, also medizinisch-virologisch vernachlässigbar. Doch bei Erreichen von „Inzidenz 50“ sollte einem früheren Versprechen der Coronakungelrunde zufolge der Lockdown gelockert oder gar beendet werden.

Da es immer noch ein paar kritische Geister zwischen Flensburg und Konstanz gibt, die sich an diese Zusicherung erinnern, musste dringend etwas geschehen, um den Lockdown einstweilen wenigstens bis zum 14. März, dem Wahltermin in zwei Bundesländern, hinauszuzögern. Und nach eingehender Beratung mit dem wuschelköpfigen Bundesrasputin und dem Bundestalkshowbeauftragten Dr. Lauterbach gelang es der Bundeskanzlerin einmal mehr, die willige Schwachmatenschar der Bundesländerspitzen mit einer genialischen Lösung zu überzeugen: Die neue 50 heißt 35! Mögen die Deutschen sich doch gefälligst mehr anstrengen, wenn sie mal wieder ins Kino oder ins Restaurant gehen wollen.

Zudem bietet diese Lösung wunderbare Perspektiven für die fortgesetzte Züchtigung der Untertanen. Sollte irgendwann im Hochsommer 2021 die „Inzidenz 35“ nahen, dann wird aus der neuen 35 einfach die neue 25 oder neue 20 usw. Denn die Pfarrerstochter hat sich insgeheim ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Deutschland und die Deutschen sollen bei ihrem Abtritt vom Amt auf Null gebracht werden. Mit dieser Gewissheit kann sie sich beruhigt aufs Altenteil begeben. Denn dann sie ist den Schwüren ihrer FDJ-Jugend treu geblieben: Allzeit bereit, Auftrag erfüllt!

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